
„Es wäre doch die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Anstalt, die Angehörigen des Patienten zu verständigen …“
Familien von „Euthanasie“-Opfern und ihr Schriftwechsel mit der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee
Welche Reaktionen zeigten Angehörige von „Euthanasie“-Opfern der Heil- und Pflegeanstalt Irsee? Diese Frage steht im Zentrum des vorliegenden Schriftenbands des Bildungswerks des Bayerischen Bezirketags. Aus historischer Perspektive werden Briefe von und an Familienmitglieder sowie Behördenkorrespondenz aus der Zeit zwischen 1940 und 1950 wissenschaftlich ausgewertet. Gespräche mit Nachfahren von „Euthanasie“-Morden betroffener Familien ergänzen die Spurensuche aus heutiger Sicht. Dabei nimmt jede Annäherung an die Opfer einen Faden auf, der vor langer Zeit fallengelassen wurde, der von alleine fiel oder der bis heute still festgehalten wird.
AUTOR
Dr. Dietmar Schulze, Historiker, Leipzig
HERAUSGEBER
Dr. Stefan Raueiser, Leiter des Bildungswerks des Bayerischen Bezirketags und des Schwäbischen Bildungszentrums Kloster Irseeseinrichtungen der Bayerischen Bezirke
Prof. Dr. Andreas Burmester, Landeskonservator a.D. und Autor von „Versandung. Annäherung an eine einzige gesprochene Andeutung“, München/Irsee
Broschur | 228 Seiten | Impulse Band 18
978-3-9821217-4-1 | € 17,80 [DE] | € 18,30 [AT]