Irseer Blätter 12-1

Die Anstaltsgärtnerei Irsee (1849–1974)

Vor vier Jahren haben wir im Nachwort zu den IRSEER BLÄTTERN 3/April 2020 darum gebeten, uns Bild- und Textmaterial zur ehemaligen Anstaltsgärtnerei zu übermitteln, da wir dieser einstmals großen Abteilung der 1972 geschlossenen Heil- und Pflegeanstalt Irsee ein eigenes Themenheft widmen wollten.
Zwischenzeitlich hat Erich Resch, der langjährige Verwaltungsleiter des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren und seit Eintritt in den Ruhestand dessen ehrenamt­licher Archivmitarbeiter, viel Zeit darauf verwendet, die Geschichte des ehemaligen Gärtnereibetriebs zwischen der Anstaltsgründung 1849 und der Gärtnereischließung 125 Jahre später zusammenzutragen. Wir sind Herrn Resch für diese vielen Stunden entbehrungsreichen Suchens, Forschens und Schreibens unendlich dankbar, weil wir dadurch Einblicke in eine mittlerweile historische Epoche Irsees erhalten, die allen nach 1974 Zugezogenen fast völlig unbekannt ist.
Erich Resch veröffentlicht des Öfteren lesenswerte Beiträge in unserer Schwesterzeitschrift, den Kaufbeurer Geschichtsblättern (Mitteilungsblatt des Kaufbeurer Heimatvereins e.​V.). Vermutlich verfügt er aktuell über den größten Wissensschatz in Bezug auf die ehemalige Anstalt Irsee (1849 –1972) wie die Geschichte des heutigen Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren (1876 eröffnet). Außerdem hat Erich Resch in der IMPULSE-Schriftenreihe des Bildungswerks den Band 11 über die Irseer Anstaltsgräber mit herausgegeben (Wibke Janssen, „Es wird wohl eine Seltenheit sein, dass eine Gemeinde vier Friedhöfe hat“, Irsee: Grizeto 2016). Dadurch sind fast alle Gräber der seit den späten 1920er-Jahren im Anstaltsteil Irsee verstorbenen Patien­tinnen und Patienten für Verwandte und Angehörige lokalisierbar.
Glücklicherweise haben sich in der Geschichtswerkstatt Irsee, im umfangreichen Historischen Archiv des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren bzw. im Bezirksarchiv wie auch im kleinen Foto- und Planarchiv des Schwäbischen Bildungszentrums Fotos, Ansichten und Zeichnungen von der ehemaligen Anstaltsgärtnerei erhalten. Helga Thamm verdanken wir die Recherche und Aufarbeitung dieses Quellenmaterials, Landschaftsarchitektin Gudrun Dietz-Hofmann und Angela Wegscheider die Erstellung einer anlagengenetischen Karte, die uns die Ausdehnung des ehemaligen Gärtnereigeländes mittels Überblendung durch den aktuellen Straßen- bzw. Ortsteilplan verdeutlicht.

AUTOR

Erich Resch

HERAUSGEBER

Stefan Raueiser, Schwäbisches Bildungszentrum Irsee

Christian Strobel, Geschichtswerkstatt Irsee

Broschur | 36 Seiten | Irseer Blätter 12

Schutzgebühr | € 5,00 | -

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